Susanne Witt News

MILLAs Zukunft ist ungewiss

Die Grafik zeigt ein Chart zur Unternehmensentwicklung.

Steht die Weiterbildungsplattform für “Modulares interaktives lebensbegleitendes Lernen für alle“, kurz MILLA, bereits vor dem Aus? Die Antwort des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) auf die Kleine Anfrage der FDP verweist auf die Nationale Weiterbildungsstrategie, die voraussichtlich im Sommer 2019 vorliegen soll. Bis dahin prüfe man ergebnisoffen diverse Möglichkeiten.

„Die lautstarke Ankündigung von MILLA war offenbar viel heißt Luft um nichts“, lautet das Resümee von Jens Brandenburg, FDP, auf seiner Webseite. Dem Statement des Oppositionspolitikers entnehmen Medien bereits das Aus für MILLA. Insgesamt wurden in der Planung jährlich drei Milliarden Euro für die Weiterbildungsplattform angesetzt. MILLA sollte möglichst viele Angebote für die Nutzer und Nutzerinnen vorhalten und auch zertifizieren.

Auf die Frage „Welche Pläne verfolgt die Bundesregierung zur Konzeption und Einrichtung einer Online-Weiterbildungsplattform?“ verweist das Ministerium auf die zurzeit ergebnisoffene Prüfung der Möglichkeiten,

  • „die Transparenz im vielfältigen Aus- und Weiterbildungsangebot zu steigern,
  • die IT-gestützte Information und Beratung zu verbessern,
  • bislang wenig verbundene Leit-Plattformen und -Datenbanken zu verknüpfen,
  • neue Lehr- und Lernangebote der akademischen wie der beruflichen Weiterbildung zu fördern und
  • die sichere individuelle Online-Verwaltung von digitalen Bildungsdaten auf freiwilliger Basis zu ermöglichen“. (BMBF)

Mögliche Anreize zur Gewinnung von Nutzern der Plattform bzw. Weiterbildungsteilnehmenden werden auf Anfrage ebenfalls zurzeit ergebnisoffen geprüft.

Bei der Präsentation von MILLA wurden Qualitätsstandards als Grundlage zur Aufnahme der Angebote in die Plattform vorgestellt. Auf die Frage „nach welchen Auswahlkriterien und Qualitätseinstufungen die Akkreditierung bzw. Vorauswahl vorgenommen würde“ antwortete das BMBF: „Die Bundesregierung beabsichtigt derzeit nicht den bestehenden Weiterbildungsmarkt durch eigene Qualitätsstandards und Auswahlkriterien zu regulieren“. (BMBF)

Die Ergebnisse fließen in die Nationale Weiterbildungsstrategie der Bundesregierung ein, die im Sommer 2019 vorliegen soll.

Quellen:

  • Deutscher Bundestag, Drucksache 19/9161 „Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Jens Brandenburg (Rhein-Neckar), Johannes Vogel (Olpe), Katja Suding, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP – Drucksache 19/8535 – 03.04.2019.
  • Jens Brandenburg