Fördermöglichkeiten für Alphabetisierungsangebote

Das Bild zeigt einen Mann, der ein 2-Eurostück zeigt.

Geld (Bild: jarmoluk / pixabay.com; CC0)

Eine Teilnahme an Alphabetisierungsangeboten  kann mittels finanzieller  Förderung  unterstützt werden.  Welche Fördermöglichkeiten existieren und bei welcher Stelle Sie oder der Arbeitgeber eine Förderung beantragen kann, finden sie auf dieser Seite.

Bundesagentur für Arbeit/Jobcenter

Die Bundesagentur für Arbeit übernimmt die Weiterbildungskosten für Alphabetisierungs- und Grundbildungskurse für Arbeitslose oder von Arbeitslosigkeit bedrohten Kunden (nach §81 Abs. 3 (a) SGB III). Voraussetzung ist, dass die Grundkompetenzen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht ausreichen, um erfolgreich an einer beruflichen Weiterbildung teilzunehmen, welche zu einem berufsqualifizierenden Abschluss führt. Die Kostenübernahme erfolgt mittels Bildungsgutschein.

Alphabetisierungskurse für Zuwanderer/ Migranten

Viele Zugewanderte müssen oft neben der gesprochenen Sprache gleichzeitig die lateinische Schrift lesen und schreiben lernen. Sie erhalten Informationen und Fördermöglichkeiten bei

  • der Ausländerbehörde,
  • der Arbeitsagentur
  • dem Jobcenter oder
  • bei Einrichtungen der Kommunen.

Weiter Informationen, Formulare und Anträge zu den Integrationskursen des Bundesministeriums für Migration und Flüchtlinge finden Sie hier. 

Bildungsprämie

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt mit der Bildungsprämie Erwerbstätige mit wenig Einkommen, die sich weiterbilden möchten. Bundesweit stellen über 500 Beratungsstelle die einen Prämiengutschein aus. Das Bundesprogramm Bildungsprämie wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfonds gefördert. 

Seit dem 1. Juli 2017 gibt es keine Altersbegrenzung mehr für den Erhalt eines Prämiengutscheins der Bildungsprämie. Damit öffnet sich die Bildungsprämie für Erwerbstätige unter 25 Jahren sowie für Altersrentner und Pensionäre, die nach dem sogenannten „Flexirentengesetz“ einen flexiblen Einstieg in die Rente wählen. Ausschlaggebend sind allein der Erwerbsstatus (mindestens 15 Stunden pro Woche) und das zu versteuernde Einkommen (nicht mehr als 20.000 Euro bzw. 40.000 Euro bei gemeinsamer Veranlagung).

Wer sich weiterbilden möchte, kann jetzt jedes Jahr die Bildungsprämie erhalten. Bisher war dies nur alle zwei Jahre möglich. Auch der Einsatzbereich des Prämiengutscheins wurde ausgeweitet: In den meisten Bundesländern* können jetzt auch Maßnahmen mit Gesamtkosten von mehr als 1.000 Euro gefördert werden.

Bitte beachten Sie:  Für Maßnahmen, die in den Bundesländern Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein stattfinden, können Prämiengutscheine weiterhin nur eingesetzt werden, wenn die Veranstaltungsgebühren 1.000 Euro (inkl. MwSt.) nicht übersteigen. Dort gibt es eigene Landesprogramme, die den Bereich der Maßnahmen über 1.000 Euro abdecken.

Das Bundesprogramm Bildungsprämie richtet sich an Personen mit geringem Einkommen. Die Prämie fördert individuelle berufsbezogene Weiterbildung unabhängig vom Arbeitgeber, um Menschen dabei zu helfen, ihre beruflichen Ziele zu verwirklichen. Die Förderung beträgt 50 Prozent der Veranstaltungskosten. Sie ist auf maximal 500 Euro begrenzt. Das Programm besteht seit 2008. Es wird vom Bundesbildungsministerium und dem Europäischen Sozialfonds gefördert.

Weitere Informationen zur Bildungsprämie finden Sie hier:

Website: www.bildungspraemie.info

Facebook: www.facebook.com/bildungspraemie

Kostenfreie Hotline: 0800 -26 23 000

E-Mail: bildungspraemie@buergerservice.bund.de


*          Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein‑Westfalen, Mecklenburg‑Vorpommern, Saarland und Thüringen

   

Die Grafik gibt einen Überblick über das Antragsverfahren der Bildungsprämie

Infografik Bildungsprämie (Bild: copyright Bundesministerium für Bildung und Forschung)

Überblick über bundesweite Förderangebote

- News

Überblick über bundesweite Förderangebote
Das Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) veröffentlichte eine aktuelle Bestandsaufnahe und Analyse aktueller Förderinstrumente zur Weiterbildung in Deutschland. Vor dem Hintergrund, das mit der Nationalen Weiterbildungsstrategie alle Weiterbildungsprogramme des Bundes und der Länder gebündelt werden sollen, analysierte das f-bb ausgewählte Instrumente. Diese werden in der vorliegenden Publikation gegenübergestellt. Barrieren für eine Weiterbildungsbeteiligung werden aufgezeigt und Lösungsvorschläge vorgestellt.
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Bildungsscheck NRW

Auf Landesebene bietet Nordrhein-Westfalen finanzielle Unterstützung mittels eines Bildungsschecks NRW an. Mit diesem erfolgt eine Bildungsförderung in Höhe von maximal 50 Prozent der beruflichen Weiterbildungskosten. Die Gesamthöhe des Zuschusses ist auf 500 Euro begrenzt. Die Förderung wird von den Unternehmen für die Mitarbeitenden beantragt. Informationen zum Bildungsscheck finden Sie hier.


Förderprogramm "Integration durch Qualifizierung (IQ)"

Das Bild zeigt einen Elektriker, der eine Steckdose verlegt.

Auf dem Informationsportal der Bundesregierung zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen finden Migranten entsprechende Qualifizierungsangebote im Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“.  Mit einer erfolgreich absolvierten IQ Qualifizierung können Teilnehmer die volle Anerkennung ihrer ausländischen Berufsqualifikation erhalten.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier.