Handlungsanleitung

Lesen lernen: Vorlage für Silbenteppiche nach silbenanalytischer Methode

Die Darstellung der silbenanalytischen Methode finden Sie bei Wikipedia oder in einer wissenschaftlichen Weise hier. Beim Lesen von Silbenteppichen geht es um den Aufbau der Leseflüssigkeit, das heißt, die Silbenteppiche sollten vom Lernenden mehrmals gelesen werden, bis das Lesen flüssig erfolgt. Ein ausgearbeitetes Förderinstrument nach dieser Methode (bei dem auch die Rechtschreibung behandelt wird) ist Flüssig lesen lernen mit Speedy von Marianne Lehker.

Hinweise zum Aufbau und zur Gestaltung der Silbenteppiche

Ein Silbenteppich ist eine Tabelle mit Silben, wobei sich in einer Spalte der Vokal nicht ändert und in einer Zeile der Konsonant. Diese „Beständigkeit“ erleichtert das Lesen: der Lesende muss sich nur auf ein verändertes Merkmal einstellen. Man kann sowohl spalten, als auch zeilenweise lesen.

Grüne Tabellen beinhalten offene Silben. Das bedeutet, dass diese Silbe nicht mit einem Konsonanten schließt (me, do, fa etc.). Die Vokale werden lang gelesen. Der lange Vokal ie wie in Wiese oder liegen, sollte immer mit ie geschrieben werden (im Wesentlichen wird es nur in Fremdwörtern anders geschrieben).

Gelbe Tabellen beinhalten geschlossene Silben. Das bedeutet, dass die Silbe mit einem Konsonanten schließt (mol, bun, fes etc.) Die Vokale werden kurz gelesen.

Blaue Tabellen beinhalten Reduktionssilben. Die Mehrzahl der deutschen Wörter (Fremdwörter ausgenommen) ist so aufgebaut: Betonte Silbe + Reduktionssilbe (Va-ter, Wol-ke, lie-gen, Vo-gel. Die Reduktionssilben werden dabei auf keinen Fall mit einem Esel-e gelesen, sondern wie man sie bei den oben aufgelisteten Beispielen auch sprechen würde (mit einem Schwa). Blaue Silbenteppiche werden erst bearbeitet, wenn die gelben oder grünen bereits flüssig gelesen werden. Um das Gefühl für den Klang der deutschen Wörter zu bekommen, sollte zum Schluss abwechselnd gelesen werden: Eine Silbe aus dem grünen oder gelben Teppich und eine aus dem blauen.

Hinweis für Bearbeitungen

Die Silbenteppiche kann man größer oder kleiner machen: mehr oder weniger Zeilen oder Spalten. Man kann auch die Buchstaben auswechseln, wobei immer das Prinzip eines Silbenteppichs beachtet werden sollte (Belassen derselben Vokale in Spalten und derselben Konsonanten in Zeilen). Die blauen Tabellen können zunächst gelöscht werden und erst später in die Leseübungen eingeführt werden. Die Schwierigkeiten der Silben in den grünen und gelben Tabellen kann erhöht werden, indem (für das Deutsche mögliche) Konsonantenverbinden eingebaut werden (bla, grü, schwe etc.). Man kann auch aus den Tabellen eine Schreibübung machen (siehe letzte Tabelle). Dafür ist aber Voraussetzung, dass der / die Lernende versteht, wie eine Tabelle funktioniert. Aus dem silbenanalytischen Ansatz ergeben sich weitere Anwendungsmöglichkeiten. Diese können hier ergänzt werden wie auch weitere Teppiche.

Silbenteppich nach silbenanalytischer Methode: offene Silben (grüne Tabelle), Reduktionssilben (blaue Tabelle)

Silbenteppich nach silbenanalytischer Methode: geschlossene Silben (gelbe Tabelle), Reduktionssilben (blaue Tabelle)

Silbenteppich nach silbenanalytischer Methode: offene Silben (grüne Tabelle), Reduktionssilben (blaue Tabelle)

Silbenteppich nach silbenanalytischer Methode: geschlossene Silben (gelbe Tabelle), Reduktionssilben (blaue Tabelle)

Silbenteppich nach silbenanalytischer Methode: offene Silben (grüne Tabelle)

Hier schreiben die Lernenden zunächst die Silben aus den vorgegebenen Buchstaben in die Zellen und lesen die Silben anschließend. Die Lehrkraft kann verschiedene Kombinationen eintragen (Reihenfolge ändern), so dass die Lernenden die erstellten Teppiche untereinander tauschen können. 


"Vorlage Silbenteppiche nach silbenanalytischer Methode" von Magdalena Spaude, Lizenz: CC BY 4.0. Weiternutzung als OER ausdrücklich erlaubt: Veränderungen bitte angeben.



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